Kredite für Wohnimmobilien: Umsetzung der europäischen Wohnimmobilienkreditrichtlinie

Zum 21.03.2016 ist die Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Kraft getreten. Ziel

ist, Verbraucher zu schützen, die einen Immobilienkredit aufnehmen. Hierzu sieht das Gesetz zahlreiche Pflichten vor,die Banken beachten müssen,

wenn sie solche Kredite an Verbraucher vergeben.

Dazu zählen Anforderungen an die Werbung, die vorvertraglichen

Informationen, die Prüfung der Kreditwürdigkeit, das Widerrufsrecht, die Bedenkzeit und an Darlehen in Fremdwährungen. Hinzu kommen Vorgaben

für die Beratung bei der Kreditvergabe und -Vermittlung und für die

Sachkunde und die Entlohnung der Mitarbeiter der Kreditgeber.

Auch die Vermittler und Beschäftigten selbst müssen bestimmte

Anforderungen erfüllen. Schließlich sieht die Richtlinie verschiedene

aufsichtsrechtliche Anforderungen vor.



Was ist ein Verbraucherimmobilienkredit?



Ein Verbraucherimmobilienkredit im Sinne der Richtlinie ist ein grundpfandrechtlich gesicherter Kredit eines Verbrauchers, der dem

Erwerb oder der Erhaltung einer Wohnimmobilie dient. Grundpfandrechtlich

gesichert bedeutet, dass der Kreditgeber dingliche Rechte -also eine

Grundschuld oder Hypothek- an dem Grundstück erhält, um das Darlehen

abzusichern.

Quelle: www.bafin.de /Veroeffentlichungen/Fachartikel/2016 vom 3.5.2016

 

 

Keine hohe Entschädigung bei Kündigung von Immobiliendarlehenn

Wenn Kunden ihren Immobilienkredit vorzeitig kündigen, müssen die Banken bei

der Berechnung des Schadenersatzes, der sogenannten

Vorfälligkeitsentschädigung, die Sondertilgungen der Kunden mit

berücksichtigen. Dies hat der BGH mit Urteil vom

19.01.2016, Az.: XI ZR 388/14 entschieden.

Quelle: Faz.net vom 19.1.2016

 

 

Darlehensübernahme bei Verkauf einer Immobilie

Soll eine Immobilie verkauft werden, die mit einem laufenden Darlehen

belastet ist, kann es für den Verkäufer und den Käufer finanziell vorteilhaft

sein, wenn der Erwerber den Kredit übernimmt. Ist der Käufer ähnlich

kreditwürdig wie der Verkäufer, muss die Bank den Kredit auf ihn

umschreiben. In diesem Fall spart der Immobilien-Verkäufer eine

Vorfälligkeitsentschädigung, die Kreditinstitute verlangen können, wenn ein

Kunde ein Darlehen vor Ablauf der Zinsfestschreibungszeit kündigt.

Hintergrund ist ein aktuelles Urteil des Landgerichts München I

(Az.: 16 HK O 22814/05). Die Richter hatten eine Bank dazu verurteilt,

einen Immobilienkäufer als Ersatzkreditnehmer zu akzeptieren, der die gleiche Bonität vorweisen konnte wie der Verkäufer.

Quelle: FTD vom 6.02.2010, Rubrik Ihr Geld, Christoph Hus/p>

 

 

Gericht verbietet Schätzgebühren bei Krediten

Banken dürfen bei der Kreditvergabe keine Schätz- oder Besichtigungsgebühren verlangen, um den Wert der Sicherheiten zu überprüfen.



Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) in Düsseldorf entschieden und damit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Recht gegeben. (Az.: I-6 U 17/09). Solche Klauseln in den Geschäftsbedingungen seien unwirksam,

teilte das Gericht ferner am Freitag (13. November) mit. Die Prüfung

der Sicherheiten liege ausschließlich im Interesse der Bank.

Quelle: Kölnische Rundschau –online- vom 13.11.2009.

 

 

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